Next Level Innovation – Wertschöpfung auf Zukunftskurs bringen

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Nutzen statt Besitzen als neues ökonomisches Erfolgsprinzip, der Siegeszug der digitalen Ökonomie, der Konsument als Prosument, das aufkommende Internet der Dinge und schließlich der Abschied von der Wachstumsgesellschaft – die alten Wertschöpfungsmodelle erodieren. Und wir stehen erst am Anfang. Doch wie entwickelt man eigentlich neue? Wir zeigen es Ihnen.

Die fundamentalen Umwälzungen des digitalen Zeitalters – nicht ohne Grund ist die Rede von der dritten industriellen Revolution – stellen die Innovationsfähigkeit von Unternehmen vor vollkommen neuartige Herausforderungen. Nicht mehr Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse entscheiden über unternehmerischen Erfolg oder Misserfolg. Entscheidend ist vielmehr die Frage, ob ein Wertschöpfungsmodell in der Lage ist, die Bedingungen der digitalen Ökonomie zu adaptieren – oder sogar aktiv zu gestalten. Innovation bedeutet daher zunehmend Wertschöpfungsinnovation.

Das heißt aber auch: Das Innovationsmanagement muss sich ebenfalls verändern. Es muss visionärer, radikaler und mutiger werden. Zugleich darf es den Kontakt zur Basis nicht verlieren. Es darf nicht zu einer elitären Veranstaltung verkommen sondern muss sich weiter öffnen, demokratischer werden. Innovationsmanagement muss in der Lage sein, Unternehmen eine Brücke zwischen der alten Welt der analogen Wertschöpfung und der neuen Welt der digitalen Wertschöpfung zu bauen. Dafür gibt es eindeutige Erfolgsfaktoren – für Innovation und für das Management von Innovation.

Erfolgsfaktoren von Innovation

Erfolgreiche Innovationen müssen…

  1. ›radikal sein: Innovationen, die nur auf Bedürfnissen reagieren, sind zum Scheitern verurteilt. Denn der Markt ist immer den entscheidenden Schritt voraus. Innovationen müssen Bedürfnisse wecken und sich den Markt selbst erschaffen. Daher gilt es, Erwartungen, Überzeugungen und Glaubenssätze konsequent in Frage zu stellen.
  2. ›offen sein: Wer innovativ sein will, muss das stille Kämmerlein verlassen. Er muss bereit sein, sich für neue Impulse zu öffnen, seine Mitarbeiter und sein Marktumfeld aktiv einzubeziehen. Die Öffnung von Innovationsprozessen ist zwangsläufige Bedingung der Wissens- und Kooperationsökonomie. Wer nicht kooperiert, verliert.
  3. ›kontinuierlich sein: Innovationsprozesse sind nie abgeschlossen. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, sich permanent neu zu erfinden. Routinen und Hierarchien sind Gift für die Innovationsfähigkeit. Wer Selbstorganisation und Verantwortung fördern will, braucht New Corporate Governance und postheroisches Management.

Erfolgsfaktoren von Innovationsmanagement

Erfolgreiches Innovationsmanagement muss…

  1. involvierend sein: Innovation lässt sich nicht „von oben“ verordnen. Aktive Einbindung jenseits klassischer Hierarchien ist das A und O erfolgreicher Innovationsprozesse – und zwar von Anfang an. Die Methoden von 40° fördern und fordern die horizontale Vernetzung auch über die Grenzen der Organisation hinaus.
  2. ›motivierend sein: Innovativ sein bedeutet, bestehende Strukturen zu verändern. Das ruft Widerstände hervor. Wer strukturelle Innovationshemmnisse überwinden möchte, der muss Menschen auf rationale und emotionale Weise für das Neue begeistern. 40° setzt auf Methoden, die Innovation visuell, haptisch und spielerisch erlebbar machen.
  3. ›transparent sein:  Innovation ist keine Elite-Veranstaltung – weder für Berater noch für das Top-Management. 40° verzichtet auf die „Black Box“. Methodische Transparenz heißt: Ziele klar kommunizieren, Prämissen und Annahmen offenlegen, Ergebnisse verständlich kommunizieren und auf typischen Berater-Sprech verzichten.

Research…

… entscheidet sich am Umgang mit Wissen und Nicht-Wissen.

„Wenn unser Unternehmen wüsste, was es alles weiß…“ 

Innovationsprojekte scheitern häufig schon an der Recherche. Was muss man wissen, um innovativ zu sein? Sind aufwändige und ressourcenintensive Marktanalysen wirklich zielführend? Bringen abstrakte akademische Meta-Studien einen echten Mehrwert?

Wir sind der Überzeugung, dass es wichtiger ist, die richtigen Fragen zu stellen anstatt auf alles eine Antwort parat zu haben. Konkret bedeutet das:

  • › – Zunächst das implizite Wissen der Mitarbeiter zugänglich machen
  • › – Wissensdialoge initiieren = gezielte und frühzeitige Einbindung externer Stakeholder
  • › – Den Blick systematisch auf das Nicht-Wissen und die Blinden Flecken der Beobachtung lenken
  • › – Studien oder Marktanalysen können allenfalls eine unterstützende Funktion haben
  • › – Wissensaustausch als Erfolgskriterium ernst nehmen (Wissen vermehrt sich, wenn man es teilt!)

Analyse…

… bedeutet, sich auf Komplexität und Kontingenz einzulassen.

„Ich sehe was, was du nicht siehst…“

Analyse ist eine rein intellektuelle Angelegenheit. Scheinbar. Denn: Jede Analyse geht von Erwartungen und Annahmen aus, die selten explizit benannt und begründet werden. Das kann fatale Konsequenzen haben. Wer sich nicht hinterfragt, bleibt auf einem Auge blind.

Unsere Analyseinstrumente stellen Prämissen systematisch infrage. Dafür haben wir die klassische Foresight-Methodik in interaktive Formate transferiert:

  • – Szenarien interaktiv entwickeln = Verzicht auf die Analyse von Experten im „stillen Kämmerlein“
  • -›  Dialogische Szenario-Entwicklung statt software-basierter Analyseverfahren
  • ›-  Trends als Beobachtungskategorie und nicht als empirische Fakten behandeln
  • ›-  Kreative Konfrontationen einbauen = zum Perspektivwechsel anregen
  • ›-  Raum für narrative Elemente schaffen = Geschichten helfen dabei, zu verstehen

Implikation…

… schafft solide Entscheidungsgrundlagen.

„Woher ich weiß, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage…“

Herausforderungen zu erkennen ist relativ einfach. Mit den richtigen Analysemethoden lassen sich Zukunftsmärkte identifizieren und Marktanforderungen formulieren. Doch wie weiter? An diesem Punkt geraten Innovationsprozesse immer wieder ins Stocken.

Bei der Ableitung von (strategischen) Handlungsoptionen setzen wir neben Tools aus der Strategieentwicklung auf spielerische Ansätze aus dem Bereich Serious Gaming:

  • -›  Spielgestaltung = authentisches und glaubwürdiges Abbild der Unternehmensrealität
  • ›-  Die soziale Dynamik von Entscheidungen wird konkret erlebbar
  • ›-  Neue Denkweisen und Lösungsansätze entwickeln und ausprobieren
  • ›-  Gestaltungsspielräume aufdecken = alternative Spielstrategien ausprobieren
  • ›-  Wettbewerbscharakter schafft Motivation und fördert Kreativität

Kreation…

… ist der Schritt vom Reden zum Handeln.

„Seid doch mal kreativ…“

Kreativität ist unabdingbarer Bestandteil von Innovation. Wer sich jedoch nur daran orientiert, entwickelt seine Lösungen schnell an den Bedürfnissen des Marktes vorbei.

Wir nehmen bei der Entwicklung neuer Produkte uns Dienstleistungen konsequent die Perspektive der Anwender und Nutzer ein. Dafür setzen wir auf Methoden aus den Bereichen Design Thinking und User Experience:

  • –  Produktideen entwickeln und systematisch aus den Augen der Nutzer „erproben“
  • –  Persona = dem Kunden ein Gesicht geben statt sich auf sozio-demographische Daten verlassen
  • –  Rapid Prototyping = Skizzen von Innovationen machen Stärken und Schwächen sichtbar
  • –  Co-Creation = Kunden und Anwender in die Produktenwicklung aktiv einbinden
  • Design your Box = Gestaltung als haptisch-spielerisches Erlebnis inszenieren

Etablierung…

… verankert Innovation dauerhaft in Unternehmen.

„Alle Uhren auf Anfang…“

Innovation wird für viele Unternehmen zum Hamsterrad. Immer wieder aufs Neue streben sie nach Technologieführerschaft oder laufen den immer rasanteren Innovationszyklen ihrer Branche hinterher. Eine dauerhafte Innovationskultur aufzubauen, gelingt nur selten.

Wir unterstützen Unternehmen nicht nur bei der Entwicklung einer nachhaltigen Innovationsstrategie sondern beim Aufbau einer gelebten Innovationskultur:

  • –  Strukturelle Innovationshindernisse und -blockaden erkennen und beseitigen
  • –  Horizontale Vernetzung fördern = dauerhafte Innovationsteams und Netzwerke
  • –  Open Innovation = langfristige Öffnung von Innovationsprozessen (analog und digital)
  • –  Innovations-Coaching = Vermittlung von Methoden und Tools für die Innovationspraxis
  • –  New Corporat Governance = Anforderungen und Maßnahmen für innovatives Leadership

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