Big Data

BIG DATA tötet Innovationen

Verfasst von

Bildnachweis: iStockphoto, © NorthernStock

Kaum ein anderes Thema wird derzeit so vehement als Wunderwaffe durch die Medien geprügelt wie BIG DATA. Ein Modewort. Ein Trend. Eine Entwicklung, an der man nicht mehr vorbeikommt – als Marketingverantwortlicher, Entscheider oder Konsument. Basis sind eine stetig wachsende Anzahl digital verfügbarer und maschinell verarbeitbarer personenbezogener Nutzerdaten. Es wird gesammelt, ausgewertet und verknüpft was das Zeug hält und der Datenschutz zulässt. Doch durch dieses extreme Benchmarking in Echtzeit, das gewollte, geplante, systematische Vermeiden von Fehlern unter allen Umständen und die Evaluierung und präzise Auswertung von Bedürfnissen und Nachfrageverhalten werden Innovationen verhindert. Gerade disruptive Ideen und radikale Innovationen, die sich aus dem Querdenken, dem bewussten „Andersmachen“ entwickeln, werden im Keim erstickt und regelrecht vernichtet. Denn wo es keine Benchmarks, keine Erfahrungswerte gibt, fallen Ideen schon mal schnell unter die Messlatte und werden systematisch, technisch herausgefiltert. Dieser Beitrag setzt sich kritisch mit diesem Thema auseinander und soll zum Nachdenken anregen.

Was ist BIG DATA – ein neuer Trend?

Hinter dem Begriff BIG DATA steckt das Konzept, Daten umfangreich und teilweise in Echtzeit zu sammeln, zu analysieren und zu interpretieren. Gerade letzteres  die Interpretation  beinhaltet nicht nur, dass Entwicklungen fortgeschrieben und damit Verhaltensmuster vorhergesagt werden. Der Fokus liegt darauf, die Daten mit anderen verfügbaren Informationen zu verknüpfen. Informationen, die ebenfalls in rauen Mengen und oftmals in Echtzeit ermittelt und kombiniert werden. Von Interesse sind zum Beispiel Kauf- und Surfverhalten im Web, Positionsdaten vom GPS, Social Media Posts (facebook, twitter & Co.) sowie das klassische Einkaufsverhalten (via Bonuskarten) oder Suchanfragen bei Google. Kombiniert werden diese Daten mit den Erfahrungs- und Messwerten anderer Käufer mit einem ähnlichen Profil sowie frei verfügbaren Datenströmen (Wetterdaten, sozio-demographische Kennzahlen aus der Region etc.).

Read More…

Innovative Webstrategien: Wie geht es mit der Personalisierung weiter?

Verfasst von

In der Ausgabe 03/2013 des Optimal Magazins, das die Agentur „kernpunkt“ aus Köln (und ganz neu auch in Stuttgart) in regelmäßigen Abständen veröffentlicht, findet man seit heute auch ein Interview, das ich der ansässigen Redaktion gegeben habe. 🙂

Die Themen: „Innovative Webstrategien und die Rolle der Personalisierung“.

Optimal Magazin

Neben einstimmenden Fragen über Lieblingsobst, nehme ich in dem Artikel Stellung zur Personalisierung am PoS, cleveren Algorithmen, der großen Verknüpfung von Daten und vielleicht auch schon von künstlicher Intelligenz. Außerdem „bestehe“ ich auf mehr kommunikative Klammern, weniger Mechanik und Feature-Paraden und die Verantwortung der Unternehmen, dafür zu sorgen, dass die relevanten Daten und Informationen für die, die sie suchen, nicht im firmen-internen Bermuda-Server-Dreieck verschollen bleiben. Verknüpfen, verknüpfen, verknüpfen!

Zum Download: Optimal Magazin 03/2013: Content Management 3.0 (PDF)
Zum Interview im Web: Personalisierung als Webstrategie: Interview mit Thomas Hornstein

 Scroll to top